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Das Heinrich-Heine-Institut, das nach der Auflösung der ehemaligen Landes- und Stadtbibliothek Düsseldorf entstanden war, ist heute in drei Abteilungen gegliedert. Die Bestände dieser Abteilungen, die sich anfangs nur aus dem "Erbe" der Stadtbibliothek zusammensetzten, haben mit der Zeit ein beträchtliches Volumen erreicht. Die Abteilungen im einzelnen sind: das Archiv mit Heines Nachlässen (einschließlich Nachlassbibliotheken), Teilnachlässen und Sammlungen; die Bibliothek, die einige spezielle Sammlungen enthält, vor allem die Heine-Sammlung, dort findet man außerdem die Büchner-Sammlung; die dritte Abteilung ist das Museum, das neben zahlreichen Büsten und anderen Reliquien auch eine Menge an Bildmaterial enthält. Insgesamt findet man im Institut über 150 unterschiedliche (Teil-)Nachlässe und Sammlungen aus mehreren Bereichen, hauptsächlich aber aus dem literarischen, musikalischen und künstlerischen Bereich. Wir freuen uns, dass Dr. Bernd Kortländer, inzwischen Prof., kommissarischer Institutsleiter ist. Wir wünschen ihm, dass er aufgrund seiner Verdienste um das Erbe Heines bald zum offiziellen Chef dort wird.

 

 

Die Entstehung des Heinrich-Heine-Instituts

 

In Heines autobiographischem Werk "Ideen. Das Buch Le Grand", verfasst 1826, berichtet er von seinen Erfahrungen mit der 1770 durch eine Stiftung des Kurfürsten von der Pfalz gegründeten Landes- und Stadtbibliothek. Jene Bibliothek war ohne Zweifel Düsseldorfs Zentrum für wissenschaftliche Forschung und leistete der rheinischen "Residenzstadt" somit große kulturelle Dienste. Der bereits beachtliche historische und literarische Bestand, wurde mit Anbruch des 19. Jahrhunderts im Zuge der Säkularisation um die Stifts- und Klosterbibliotheken der niederrheinisch-bergischen Region erweitert. Zu den Förderern der Bibliothek gehörte die mit Goethe befreundete Familie Jacobi, während der junge Heinrich Heine sowie Robert Schumann zu ihren Benutzern zählten. 1970, mit der übergabe des gesamten Buchbestandes an die Universitätsbibliothek Düsseldorf kam die zweihundertjährige Geschichte der Landes- und Stadtbibliothek zum Ende. Somit kam die 1965 gegründete Heinrich-Heine-Universität zu einer einzigartigen Sammlung, mit einer umfassenden Handschriftenabteilung, welche allerdings weiterhin in Besitz der Stadt blieb. Internationale Reputation erhielt die Handschriftensammlung wegen des Heine- und Schumann- Archives. Dieses neu entstandene Kulturarchiv beinhaltete neuere Handschriften, Nachlässe sowie Teilnachlässe, mit allgemeiner Autographen-, Bild und Dokumentensammlung, und wurde später von der Landeshauptstadt Düsseldorf Heinrich-Heine-Institut genannt. Das Institut hatte bis 1974 seinen Platz im Bibliotheksgebäude am Grabbeplatz gefunden, bis der Neubau der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen an dessen Stelle trat. Seit diesem Datum ist das Heine-Institut in dem historischen Patrizierhaus in der Bilker Straße 12 und 14 zu finden. Wegen des angewachsenen Bestandes ergab sich zum 700jährigen Jubiläum der Stadt eine räumliche Erweiterung des Instituts, welches bislang auf Hausnr. 14 beschränkt war, auf das Nachbarhaus Nummer 12.

 

 

 

 

 

 

Das Archiv

 

Das Heine-Archiv enthält etwa 4000 Werkmanuskripte Heines, wovon knapp die Hälfte von Heine eigenhändig geschrieben wurden. Desweiteren sind dort über 200 Briefe von ihm und ca. 900 an Heine adressierte archiviert. Die Nachlassbibliothek des Archivs ist benutzerfreundlich gestaltet. Der handschriftliche Nachlass Heines war 1956 erworben worden. Für den Erwerb der zehn Jahre später auktionierten großen privaten Heine-Sammlung Schocken konnten die notwendigen Mittel nicht rechtzeitig aufgebracht werden, so dass die ebenfalls an ihrem Erwerb interessierte Bibliothèque Nationale in Paris durch rasches Handeln ihren Besitzansprüchen Geltung verschaffen konnte. Als eine Folge ständigen Zuerwerbs kleinerer Nachlassteile enthält das Archiv des H.-H.-Instituts heute über 60 Prozent Le denominazioni standard per le fiches da casino sono: Quando si gioca a blackjack a casa, si dovrebbe essere a turno il dealer, per garantire l'equita nel gioco (a meno che il giocatore che ospita il gioco affermi specificamente che lui o lei voglia agire per l'intero gioco e gli altri giocatori siano d'accordo su questo. aller Heine-Handschriften. Etwa 25 Prozent befinden sich in Paris, der Rest ist in privatem Besitz, besonders in den USA. Zu den größten "Schätzen" des Archivs zählt u.a. die Handschrift der "Loreley" vom 1.5.1838, sowie eine Reinschrift der "Nachtgedanken". Im Archiv befindet sich desweiteren auch die Totenmaske Heines.

 

 

 

 

 

Das Museum

 

hhinstIm Heine-Museum befinden sich Bilder, Kunstwerke und alles andere rund um das Thema Heine. Unter anderem ist dort seine Totenmaske totenmaausgestellt, sowie Bilder seiner Mutter. Das Museum ist unterteilt in vier Räume. Im ersten Raum geht es um Heines Familie. Im zweiten sind Kunstwerke ausgestellt, die über ihn handeln. Der dritte Raum handelt von Heines Reisen zur Nordsee und seiner Harzreise, sowie von allen anderen seiner Reisen. Der vierte Raum ist mit Kunstwerken, Briefen und Informationen über seinen Frankreichaufenthalt und seinen Tod in Paris ausgestattet. Das Heine-Museum ist eine Sehenswürdigkeit, die sehr zu empfehlen ist, nicht nur für Experten.

 

 

 

 

 

 

 

Die Aufgaben des Instituts

 

Da das Heinrich-Heine-Institut ein wissenschaftliches Forschungsinstitut ist, sind dessen Aufgaben das "Tradieren-Konservieren-Aktualisieren," wie ihr Motto lautet. Dies geschieht durch Erschließung, Aufbereitung und durch Auswertung der vorhandenen Informationen über Heine. Diese erschlossenen, aufbereiteten und ausgewerteten Informationen, Bilder, Handschriften usw. werden durch das Heine-Museum, das sich ebenfalls im Gebäude des Instituts befindet, ausgestellt und einer breiten Masse von Interessierten nähergebracht. Außer der Forschung über Heine hat das H.-H.-Institut auch noch andere Schwerpunkte. Als Hauptaufgabe versteht das Heinrich-Heine-Institut die Nachlässe und Sammlungen von und über Heinrich Heine darzustellen und somit den Namen Heinrich Heine in den Köpfen der Bevölkerung zu verankern. Einen großen Beitrag dazu leistet das Archiv, die Bibliothek und das Museum, die die Funktion haben den Menschen Heinrich Heine näher zu bringen. Ein hauptsächlicher Schwerpunkt des Heine-Instituts ist seit 1963 eine Arbeitsstelle für die inzwischen fertiggestellte historisch-kritische Heine-Gesamtausgabe zu sein, die sich mit Manuskripten und Materialien, d.h. Originaltexten befasst. Die historisch-kritische Gesamtausgabe zeigt Heine-Texte von der allerersten feststellbaren Form bis hin zu ihrer Vollendung und versieht diese mit Kommentaren. Die Quelle für die Texte ist u.a. das Heine-Archiv.

 

 

 

 

 

Internationale Zusammenarbeit

 

Das Heinrich-Heine-Institut arbeitet eng mit dem Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten der klassischen deutschen Literatur in Weimar und dem Centre National de la Recherche Scientifique in Paris zusammen. Außerdem besteht eine Kooperation mit der französischen Heine-Forschung und der Heine-Sammlung in der Bibliotheque Nationale. Weiter besteht auch eine langjährige Beziehung zum Institut Francais, das in Düsseldorf übrigens gegenüber dem Heine-Institut angesiedelt ist.